Wirtschaftsblatt beklagt Fehlen des E-Auto-Gebrauchtwagenmarktes

Aus Elektrotrieb

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In der jüngsten Ausgabe des Wirtschaftsblattes wird der fehlende Gebrauchtwagenmarkt für E-Autos beklagt. ÖAMTC-Cheftechniker Steffan Kerbl ortet auch einen "extremen Wertverlust". Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren werden von Eurotax oder Schwacke bewertet, bei E-Autos gibt es diese Referenzwerte nicht; "auch unseren Mitgliedern können wir nicht sagen, was sie für ihr E-Auto noch verlangen können", wird Kerbl zitiert.

Der drastische Wertverlust von E-Autos hat vor allem mit der Batterie zu tun, "denn keiner weiß, wie lange die Lithium-Ionen-Batterien in den Autos tatsächlich halten, und wenn die Batterien kaputt sind, ist de facto das ganze E-Auto nichts mehr wert", urteilt Kerbl. Bernhard Bauer, Marketingleiter von Electrodrive Salzburg, hat andere Erfahrungen gesammelt. In der Car-Sharing-Flotte "EMIL" hat er bereits drei Autos der ersten Generation gebraucht verkaufen können. "Wir hatten aber deshalb kein Problem mit dem Verkauf, weil wir bei Werbeaktionen so viele interessierte Unternehmer kennengelernt haben, denen wir jetzt ein günstiges, gebrauchtes E-Mobil anbieten konnten."

Österreichweit sind derzeit nur rund 2000 Elektrofahrzeuge zugelassen, trotzdem sprechen viele Experten von einem Boom bei Elektroautos. "Das stimmt aber nur für das Angebot, das derzeit sehr reichhaltig ist", sagt ÖAMTC-Cheftechniker Kerbl. Und obwohl der Anschaffungspreis über jenem von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren liegt, ist der Wiederverkaufswert gering, heißt es abschließend.

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