Standard: E-Autos als Infrarotkabine

Aus Elektrotrieb

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In der jüngsten Ausgabe der Tageszeitung "Der Standard" wird über die Heizmöglichkeiten des E-Autos berichtet. Die neue Generation der E-Autos heizt mit Strom aus der Antriebsbatterie. Das geht zulasten der Reichweite. Ein spezieller Heizlack, der infrarote Wärmestrahlung freisetzt, könnte dieses Problem lösen helfen. Bis zum Frühjahr 2013 sollen erste Forschungsergebnisse feststehen.

Damit sich Elektroautofahrer nicht zwangsläufig mit Daunenjacke, Mütze und Handschuhen hinter das Steuer setzen müssen, damit sie ihr Vehikel bei Temperaturen um den Gefrierpunkt noch ans Ziel bringt, arbeiten die Forscher am AIT zusammen mit Partnern aus Industrie und Forschung an einer Lösung dieses (Heiz-) Problems. Es geht letzten Endes auch darum, Energie zu sparen und den Komfort zukünftiger Elektroautos zu steigern, was auch zu ihrer Attraktivität beim Nutzer beitragen soll, heißt es.

Das Projekt heißt „EKo-Lack“ und soll bis Mitte 2014 laufen. Start war vergangenen Sommer dieses Jahres. Entwickelt wurde dieser spezielle Lack von einem Industriepartner, der Villinger GmbH. Herkömmliche Heizsysteme im Auto verteilen, mehr oder weniger gezielt, die warme Luft im Innenraum des Autos. „Das ist allerdings nicht sehr effizient, weil dadurch eben auch viel Wärme verloren geht“, wird Dragan Simic von AIT im Standard zitiert.

Anders beim „Heizlack“. Hier soll elektrische Energie zu hundert Prozent in infrarote Wärmestrahlung umgesetzt werden, was mehr Effizienz bringen soll, betont Simic. Außerdem werde die Strahlungswärme als angenehm empfunden und das reduzierte Gewicht und Volumen des Heizsystems spricht für sich.

Der Lack wird in der Folge auf unterschiedlichste Oberflächen und Bauteile aufgetragen werden. Eine große Herausforderung dabei ist, den Kontakt zwischen den Elektroden und der Beschichtung dauerhaft haltbar zu machen, wird Simic weiter zitiert.

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