OÖN testen den Leaf

Aus Elektrotrieb

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In den Oberösterreichischen Nachrichten wird der Nissan Leaf getestet. Wie immer wird die Lademöglichkeit und die Reichweite als Nachteile angeführt, dabei ist erwiesen, dass die meisten Autofahrer pro Tag nicht mehr als 50 km fahren. Thomas Grumböck schreibt in seinem Kommentar:

Hat man eine Lademöglichkeit und kein Problem mit der eingeschränkten Reichweite, dann ist der Nissan-Stromer ein wunderbares, komfortables und flüsterleises Auto. Die Ruhe hat aber auch ihre Tücken. Wer mit dem E-Auto unterwegs ist, wird sich wundern, wie viele Fußgänger nicht mit den Augen, sondern mit den Ohren schauen. Man muss extrem aufpassen, dass einem niemand vors Auto steigt. Kein Wunder, schließlich sind wir seit 125 Jahren daran gewöhnt, dass herannahende Autos Krawall machen. Erst mit entsprechender Verbreitung von Elektroautos werden wir lernen, dass wir doch auch die Augen und nicht nur die Ohren benutzen sollten.

Freilich ist das kein spezifisches Problem der Elektromobilität. Wer genauer hinguckt, wird sehen, dass immer mehr Fußgeher und Radler Knöpfe in den Ohren haben und damit - iPod, iPhone und Co. sei Dank - Musik hören. Sie tippen SMS, posten auf Facebook, schauen Videos, lesen Nachrichten und twittern. Multitasking heißt das auf Englisch, auf gut Österreichisch bedeutet es, dass sie 17 Dinge gleichzeitig tun.

Für uns Autofahrer kann das nur heißen, die Aufmerksamkeit weiter zu erhöhen. Die Zahl jener, die uns weder hören noch sehen, steigt Tag für Tag, heißt es.

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