Motoren-Symposium Fortsetzung II

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OTS0300 5 WI 0688 KFZ0003 CI Fr, 26.Apr 2013

Transport/Veranstaltung/Industrie/Technologie/Umwelt

Mobilität der Zukunft: Plug-in-Hybrid ist die große Hoffnung

Utl.: Das 34. Internationale Wiener Motorensymposium ging zuversichtlich zu Ende =

Wien (OTS) - Mit den Vorträgen von Spitzenmanagern der Automobilindustrie ging Freitag Nachmittag das 34. Internationale Wiener Motorensymposium zu Ende. An dem vom Österreichischen Verein für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK) veranstalteten zweitägigen Kongress, der größten derartigen Tagung weltweit, nahmen 1000 Wissenschaftler und Techniker aus aller Welt teil. Die Experten diskutieren zukünftige Formen der Mobilität, neue Wege bei Fahrzeugantrieben, Kraftstoffen und Rohstoffen und praktikable Lösungen für die Gegenwart.

Zwtl.: Daimler-Vorstand Prof. Weber: "Die Zukunft heißt Vielfalt"

Vielfältiger und individueller aufstellen als je zuvor werde sich zukünftig die Premiummarke Mercedes-Benz nach den Worten von Daimler-Entwicklungsvorstand Prof. Dr. Thomas Weber. Die Mobilität der Zukunft bedeute fast grenzenlose Vielfalt - bei den Modellen und Modellvarianten ebenso wie bei den Antrieben und Ausstattungsversionen, sagte der für die Konzernforschung und für die Mercedes-Entwicklung verantwortliche Manager beim 34. Internationalen Wiener Motorensymposium.

Vorreiter auf dem Weg zu noch mehr Vielfalt sei die kommende S-Klasse. Das Antriebsportfolio reicht vom sparsamen Dieselmotor über High-Performance-Ottomotoren bis hin zum Plug-in-Hybrid, der die neue S-Klasse zum Dreiliter-Auto im Luxussegment macht.

Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Mobilität setze Daimler laut Prof. Weber auf eine "mehrspurige Strategie": Optimierte Fahrzeuge mit Hightech-Verbrennungsmotor, Hybridantriebe in unterschiedlichen Leistungsstufen und Elektroautos mit Batterie- oder Brennstoffzellenantrieb. Innerhalb von nur zwei Modellzyklen habe Mercedes-Benz den CO2-Ausstoß seiner Flotte um über fast 40 Prozent reduziert. Mit den Pkw der europäischen Flotte will Mercedes bis 2016 einen Wert von durchschnittlich 125 Gramm CO2 pro Kilometer erreichen. Für große bzw. größere Automobile seien Hybridantriebe "nach unserer Auffassung die ideale Lösung", die Strategie basiere auf einem modularen und weit skalierbaren Hybridbaukasten.

"Innovation ist der Schlüssel zum Erfolg. Mit der neuen S-Klasse werden wir neue Dimensionen eröffnen: Vielfalt, höchste Effizienz, perfekte Verbräuche und Emissionswerte, wie unsere Kunden sie erwarten", sagte Prof. Weber. "Die Zukunft des Autos beginnt - mit neuen Visionen."

Zwtl.: VW-Konzernchef Prof. Winterkorn: "Die Zukunft fest im Griff"

Der Volkswagen Konzern bekenne sich zu seiner ökologischen Verantwortung und arbeite mit ganzer Kraft am Ziel, den CO2-Ausstoß der europäischen Neuwagenflotte bis 2020 auf 95 Gramm pro Kilometer zu senken. Dazu treibe VW mit seiner differenzierten Fächerstrategie das gesamte Antriebsspektrum voran: von hocheffizienten TSI- und TDI-Motoren bis zum Erdgasantrieb, vom Plug-in-Hybrid bis zum reinen Elektroantrieb, betonte Freitag Nachmittag Volkswagen-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Martin Winterkorn als Schlussredner beim 34. Internationalen Wiener Motorensymposium.

"Mittel- und langfristig wird es ein Nebeneinander der verschiedenen Antriebstechnologien geben. Nur so sind die Klimaziele zu erreichen", sagte Prof. Winterkorn. "Um es ganz deutlich zu sagen: Beim Antrieb der Zukunft geht es nicht um ein 'Entweder-Oder', sondern um ein 'Sowohl-als-auch'!"

Alleine seit dem Jahr 2000 habe Volkswagen den Verbrauch der TDI-und TSI-Motoren um mehr als 30 Prozent gesenkt. Prof. Winterkorn: "Heute bieten wir konzernweit mehr als 245 Modellvarianten mit weniger als 120 Gramm CO2/km an, davon 36 Modelle unter 100 Gramm. Und ich bin mir sicher: Bis 2020 können wir beim Verbrennungsmotor weitere Effizienzsteigerungen von rund 15 Prozent erzielen."

Als "wichtige und leider nach wie vor unterschätzte Alternative zum klassischen Verbrenner" bezeichnete der VW-Konzernchef den Erdgas-Antrieb. Sein Potenzial sei enorm, gerade im Vergleich zum Benziner. Der Gasantrieb sei umweltfreundlich, günstig und alltagstauglich.

Zum Thema Elektroautos verwies Prof. Winterkorn auf die Modelle e-up! und e-Golf, die kurz vor der Markteinführung stehen: "Sie sind ökologisch eine gute Wahl und bieten im Stadtverkehr maximale Alltagstäglichkeit." In diesem Zusammenhang sei natürlich auch die Brennstoffzelle nach wie vor ein Thema. Auf lange Sicht könnte sie zu einer weiteren Alternative werden, meinte Prof. Winterkorn. "Wir bei Volkswagen treiben die Technologie deshalb unverändert voran. Allerdings ist eine Großserienreife beim besten Willen nicht in Sicht."

Große Erwartungen setzte Prof. Winterkorn in seinem Vortrag hingegen auf Plug-in-Hybride: "Ich bin überzeugt: Der Plug-in-Hybrid ist mittelfristig die erste Wahl in Sachen alternative Antriebe. Mit dem Porsche Panamera und Audi A3 e-tron gehen in Kürze unsere ersten Plug-in-Hybride in Großserie. Es folgen der Golf und viele weitere Plug-in-Hybride der Konzernmarken wie der Passat, der Audi A6 und der Porsche Cayenne. Die Vielfalt der Antriebstechnologien wächst. Die Elektromobilität ist nicht tot, sie wird gerade neu geboren."


  Rückfragehinweis:
  Leo Musil
  E-Mail: presse.motorensymposium@oevk.at
  Mobiltelefon: +43 664 601 232 59


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