In der Tiroler Tageszeitung: Schwerpunkt E-Autos

Aus Elektrotrieb

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In der jüngsten Ausgabe der Tiroler Tageszeitung gibt es einen Schwerpunkt über E-Autos:

Eine Geschichte beschäftigt sich mit "Tirol will mit E-Autos Gas geben": Tirol will in Sachen Elektromobilität künftig ganz vorne mitmischen, vor allem der Tourismus soll grüner werden. „Im Urlaub haben die Menschen Zeit, sind entspannt und könnten in aller Ruhe etwa versuchen, im Tourismusort mit Elektroautos zu fahren", regt Markus Tschoner, Geschäftsführer des Tourismusverbandes der Olympiaregion Seefeld, an. Er will vor allem als Präsident von „Best of the Alps", der Vereinigung der 12 führenden Alpen-Tourismusdestinationen, Elektroautos vorantreiben. Mit dem Autobauer BMW plant Tschoner bereits für diesen Winter eine Kooperation. „Der Tourismus soll eine Vorreiterrolle einnehmen, um auch die Einheimischen für die umweltschonende Mobilität zu sensibilisieren." Obwohl das Umweltbewusstsein in den vergangenen Jahren stark gestiegen sei, reisen nach wie vor mehr als 80 Prozent der Wintertouristen mit dem eigenen Auto an, sagt Markus Mailer, Professor für Verkehrsplanung an der Universität Innsbruck, bei der Veranstaltung „Tourism meets Industry" in Seefeld. Neben der Anreise sei auch entscheidend, wie sich die Gäste im Ort selbst fortbewegen. „Gerade im Verkehr verhalten sich die Menschen im Alltag unglaublich ritualisiert", sagt Mailer, doch im Urlaub seien viele bereit, das Auto bewusst stehen zu lassen, heißt es.

Ein weiteres Statement ist die Aussage Berlakovich's: 250.000 E-Autos bis 2020. Die politischen Ziele sind ambitioniert: Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) schwebt vor, dass bis in acht Jahren rund 250.000 Elektroautos auf den heimischen Straßen fahren. Derzeit scheint das Ziel noch weit entfernt zu sein: 989 vollelektronische Autos waren im ersten Halbjahr 2012 laut Statistik Austria in Österreich registriert, dazu kommen noch 9844 Hybrid-Fahrzeuge, also Autos mit Elektro- und Verbrennungsmotorantrieb.

Laut Günter Brauer, E-Auto-Experte der Technischen Universität Wien, müsse man sich von dem Konzept des E-Autos als herkömmliches Fahrzeug mit Elektromotor verabschieden. Um mehrere tausend Kilometer zurückzulegen, würden bereits wenige Quadratmeter Photovoltaik-Zellen am Autodach ausreichen.

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) will bis 2030 57.000 Arbeitsplätze in der Elektromobilität schaffen, in der Wachstumsbranche ortet er eine Wertschöpfung von 4,7 Mrd. Euro. Außerdem plant die Bundesregierung, die motorbezogene Versicherungssteuer für Hybridautos zu halbieren.

Und last but not least: Mit dem E-Auto im Tirol-Urlaub. Hier soll sich Tirol als Vorzeigeregion im Tourismus positionieren und mit geliehenen E-Autos das Land erkunden.

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