IKT - Hochtechnologie Made in Austria

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OTS0167 5 WI 0971 FEE0001 Mi, 18.Sep 2013

Technologie/IT/Studie/Wirtschaft und Finanzen

IKT: Forschung, Produktion und Innovation am Standort halten

Utl.: FEEI fordert mind. 100 Mio. für IKT-nahe F&E-Förderung sowie eine IKT-Strategie für Österreich =

Wien (OTS) - "Informations- und Kommunikationstechnologien sind die Schlüsseltechnologien für unsere gesellschaftlichen Herausforderungen und Wachstumstreiber für unseren Wirtschaftsstandort", sagt Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI - Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie anlässlich eines Pressegesprächs zu "IKT - Hochtechnologie Made in Austria".

Nach einer Studie des Industriewissenschaftlichen Instituts (IWI) weisen die IKT-Unternehmen gesamtwirtschaftlich einen Produktionswert von bis zu 31 Milliarden Euro und eine Wertschöpfung von 15 Milliarden Euro in Österreich auf. Durch IKT werden bis 226.290 Arbeitsplätze in Österreich generiert. Die Technologiebeispiele der österreichischen IKT-Unternehmen zeigen die Bedeutung der heimischen Innovationen in den Bereichen Elektromobilität, Smart Home, Smart Grids, Kommunikation, LED-Beleuchtung, Verkehr und Medical Healthcare. Innovative Informations- und Kommunikationstechnologien finden sich nicht nur in den unterschiedlichsten Lebensbereichen, sondern auch als Infrastrukturelement: Ob Bahn, Straße oder Energienetze - hier befinden sich IKT-Lösungen, die eine intelligente Steuerung und effiziente Nutzung ermöglichen. "Um das Potenzial der IKT am Wirtschaftsstandort zu halten und vor allem weiter auszubauen, bedarf es aber smarter Rahmenbedingungen, wie eine Aufstockung der IKT-nahen Forschungsförderung von mindestens 100 Millionen Euro sowie eine IKT-Strategie für Österreich, wo die IKT-Industrie als Gesprächspartner auf Augenhöhe eingebunden wird", fordert Roitner.

Zwtl.: F&E als Schlüssel für Wirtschaftsentwicklung: IKT - Wertschöpfungskette von 1 zu 500 Arbeitsplätzen

Die IKT-Branche zeichnet sich durch ihre hohe Innovationskraft aus, die auf dem Zusammenspiel von Forschung, Produktion und Innovation beruht. F&E-Projekte brauchen immer einen industriellen Partner, der Ergebnisse in die Produktion integriert, wobei hier eine räumliche Nähe für die Zusammenarbeit wichtig ist. Ein repräsentatives Beispiel aus der Praxis stellt eine typische Wertschöpfungskette in der IKT-Branche dar: Die Förderung von einem Arbeitsplatz in der Forschung und Entwicklung, schafft vier weitere Arbeitsplätze in einem unternehmensinternen Projektteam, zehn weitere Personen schaffen in der Hochtechnologieproduktion ein Vorprodukt, das wiederum Ausgangpunkt für weitere Produkte in der Wertschöpfungskette für andere Branchen darstellt. Im Zuge der weiteren Wertschöpfungskette durch die vermehrte Investition der Privatwirtschaft, entstehen zusätzlich 500 Arbeitsplätze in Europa. "Technologieführerschaften in zahlreichen Branchen, die auf dem IKT-Know-how aus Österreich basieren, werden so ermöglicht. Ohne das große IKT-Know-how wären zahlreiche darauf aufbauende Produkte in Europa nicht realisierbar", erklärt Roitner.

Zwtl.: Mindestens 100 Mio. Euro für IKT-nahe Forschungsförderung

"Die Wertschöpfungskette der IKT-Forschungsförderung zeigt die spezielle Dynamik der Branche. Von intelligenten Energieinfrastrukturen, über Verkehrsleitsysteme bis hin zur energieeffizienten Waschmaschine entwickeln und produzieren die Unternehmen am Standort Österreich Produkte und Anwendungen", erklärt Lothar Roitner. Um dieses Know-how auch in Zukunft am Standort zu halten, fordert er die Aufstockung der IKT-nahen Forschungsförderung um mindestens 100 Millionen Euro. Rund 40 Millionen sollen davon für die Aufstockung bestehender IKT-Forschungsprogramme verwendet werden. Die restlichen 60 Millionen sollen in den Ausbau von IKT-nahen F&E-Infrastrukturen sowie in die Förderung intelligenter Produktionstechnologien fließen. Finanziert werden sollen die Ausgaben durch die Einnahmen aus der Versteigerung der Mobilfunk-Frequenzen, für die ein Mindestangebot von 526 Millionen Euro errechnet wurde. "Bei einem höheren Erlös sollte mindestens ein Viertel davon in die Branche rückinvestiert werden. Denn es muss klar sein, dass dieses Geld aus der IKT-Branche wieder zurückfließen soll, um nachhaltige Akzente zu setzen. IKT sind die Zukunft und wir haben in diesem Technologiefeld in Österreich Weltmarktführer, die sich im internationalen Wettbewerb behaupten. Daher müssen wir alles tun, um die Rahmenbedingungen für die produzierenden Unternehmen am Standort bestmöglich zu gestalten", unterstreicht Roitner seine Forderung.

Zwtl.: FEEI fordert IKT - Strategie für Österreich

Die zahlreichen Anwendungsbeispiele von Informations- und Kommunikationstechnologien zeigen das Potenzial und die steigende Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Österreich. "Wir fordern eine klare IKT-Strategie für Österreich, die sich sowohl mit strukturellen als auch organisatorischen Rahmenbedingungen befasst," stellt Roitner klar. "In der Umsetzung müssen wesentliche Punkte, wie die Förderung von neuen Technologien, ihre Marktdurchdringung und der Einsatz von IKT als Infrastrukturelement besonderes Augenmerk haben. Die IKT-Industrie darf hier als Inputgeber und Gesprächspartner nicht fehlen, denn IKT sind weit mehr als reine Anwendungen", so Roitner abschließend.

Zwtl.: FEEI - Broschüre: "IKT - Hochtechnologie Made in Austria"

Die aktuelle Broschüre "IKT - Hochtechnologie Made in Austria" stellt die einzelnen Technologiefelder vor und zeigt die Innovationen und Produkte von österreichischen IKT-Unternehmen. Die Beispiele sind thematisch in die Bereiche Elektromobilität, Smart Home, Smart Grids, Kommunikation, LED-Beleuchtung, Verkehr und Medical Healthcare eingeordnet. Die Innovationen veranschaulichen wie häufig sich IKT in unserem alltäglichen Leben finden. www.feei.at

Zwtl.: Wirtschaftsfaktor IKT - Made in Austria

In der Studie des Industriewissenschaftlichen Instituts wurde das gesamtwirtschaftliche Potenzial der IKT in Österreich erhoben. Gesamtwirtschaftlich hängt ein Produktionswert von bis zu 31 Milliarden Euro beziehungsweise eine Wertschöpfung von 15 Milliarden Euro direkt, indirekt und induziert von den Unternehmen des österreichischen IKT-Sektors ab. Im Jahr 2009 produzierten IKT-Unternehmen Produkte, Systeme, Komponenten und Dienstleistungen im Wert von 17 Milliarden Euro. Laut Hochrechnungen stieg der Produktionswert in den Jahren 2008 bis 2011 sogar um 6,33 % auf 19 Milliarden Euro. Die Leistungs- und Innovationskraft der IKT-Branche generiert bis zu 226.290 Arbeitsplätze in Österreich.

Zwtl.: Zur Studie:

Das IWI hat im Auftrag des FEEI eine Abgrenzung und Dimension des IKT-Sektors in Österreich erfasst. Dabei wurde eine Abgrenzung des IKT-Sektors anhand der OECD- Definition ohne Finanz- und Versicherungsdienstleister vorgenommen. Die Basis der Auswertung ist die Leistungs- und Strukturerhebung der Statistik Austria 2009. Stand der Erhebung April 2012.

Zwtl.: Über den FEEI:

Der FEEI - Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vertritt in Österreich die Interessen von knapp 300 Unternehmen mit knapp 59.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von 12,73 Milliarden Euro (Stand 2012). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern - dazu gehören u. a. die Fachhochschule Technikum Wien, das Forum Mobilkommunikation (FMK), das UFH, das Umweltforum Starterbatterien (UFS), der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie (bahnindustrie.at) - ist es das oberstes Ziel des FEEI, die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken.


  Rückfragehinweis:
  FEEI - Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie
  Mag. (FH) Kathrin Mück-Puelacher,
  Leitung FEEI-Kommunikation
  Tel.: +43 1 588 39 29,
  Mobil: 0664/619 25 08
  mueck@feei.at


Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/11458/aom

      • OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

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